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MATRIX - Geschlechter-Verhältnisse-Revisionen

13.03.2008 - 07.06.2008
Museum auf Abruf (MUSA) Wien 1., Felderstraße 6-8 (neben dem Rathaus) 1082 Wien
Tel.: +43 1 4000-8400 Fax: +43 1 4000-99-8400 E-Mail: musa(at)musa.at Öffnungszeiten Di, Mi, Fr 11-18 Uhr | Do 11-20 Uhr | Sa 11-16 Uhr So, Mo und Feiertage geschlossen Behindertengerechter Zugang Eintritt frei

Die Strukturierung von Kunst durch die Geschlechterdifferenz bildet dabei notwendigerweise den Ausgangspunkt, denn "[z]entrale Kategorien künstlerischer Produktivität wie 'Genie', 'Künstler' und 'Kreativität', sind geschlechtsspezifisch konnotiert und konzipiert" (Anja Zimmermann). Diesen Umstand haben vor allem Künstlerinnen immer wieder analysiert und spätestens seit den 1970er Jahren zu einem wichtigen Gegenstand ihrer Kunstproduktion gemacht. Werke, die die Hierarchisierung von Gattungen und künstlerischen Techniken thematisieren, sind deshalb ebenso vertreten, wie solche, in denen Autorschaftskonzepte oder Blickregime hinterfragt werden.

Einen besonderen Stellenwert nehmen diejenigen Werke ein, in denen die KünstlerInnen sich selbst inszenieren, um die herrschende Ordnung der Geschlechter und die Einschreibung von gesellschaftlichen Normen aufzuzeigen. In diesem Zusammenhang werden auch der (eigene) Körper und dessen visuelle Repräsentation von einer Reihe von Kunstschaffenden ausgelotet. Bilder zu Sexualität und Geschlechtlichkeit, die sich einer eindeutigen Lesbarkeit entziehen und sich einer Dichotomisierung von "weiblich" und "männlich" verweigern, erweitern die Möglichkeiten, Geschlechterverhältnisse zu denken.

Ganz bewusst wird keine Genealogie "feministischer Kunst" im Sinne einer Entwicklungslinie präsentiert, sondern das Motiv der Wiederholung in den Vordergrund gerückt. Die aus der Sammlung der Stadt Wien ausgewählten Werke bilden ein Netz reichhaltiger Bezüge, in dem Motive, Fragen und Themen aus verschiedenen Richtungen immer wieder zusammenführen, sich verknüpfen und unerwartete Querverbindungen ergeben, aber auch auseinanderdriften und eventuell einander auch widersprechen.