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MONIKA FABER


Kunst und Fotografie, Die österreichische Geschichte einer wechselhaften Beziehung, in: Wieland Schmied (hrsg.), Geschichte der bildenden Kunst in Österreich (hrsg. von Hermann Fillitz), Band 6, 20. Jahrhundert München / London / New York / Wien 2002, S. 359 - 382 , Prestel ISBN 3-7913-2516-7 Bestellen

"(Die) Breite sowohl der Ansätze als auch der Methoden der in den 70er und 80er Jahren mit Fotografie arbeitenden Künstlerinnen und Künstler in Österreich (wird) noch weit überschritten durch das, was seither in diesem Feld geschieht. Die Fotografie hat sich nicht nur ein eigenes, unbestrittenes Terrain innerhalb der künstlerischen Medien erobert, das ein, zwei Jahrzehnte vorher noch nicht einmal absehbar gewesen ist, sondern wird auch in den unterschiedlichsten Zusammenhängen eingesetzt. Sie dient ebenso als Experimentierfeld von Künstlern, die sich nicht als Fotografen fühlen, wie als Bindeglied und Berührungspunkt mit der Welt des Populären: dem Alltag, der Werbung und den Massenmedien.

Zugleich Aufzeichnungsmittel von künstlerischen Ereignissen, die vergänglich, örtlich limitiert erreichbar sind oder nur virtuell existieren, wie auch selbst gestaltbarer Träger der Information, wird die Fotografie von so unterschiedlichen Künstlern wie Michaela Moscouw (...), Paul Albert Leitner (...), Christian Wachter (...) oder Lois Renner belegt, der seinen skulpturalen Werken - Miniaturmodellen seines oder eines fiktiven Künstlerateliers - durch raffinierte fotografische Blickpunkte eine geheimnisvoll-irritierende Komponente hinzufügt: Zugleich über die 'wahre' Struktur des Sujets täuschend, wie die Täuschung bewußt enttarnend, wirkt die Fotografie nicht als 'Abbild' einer Skulptur, sondern als wesentlicher Bestandteil ihrer vom Künstler intendierten Individualität."